Mit den Visual Web Parts hat Microsoft in SharePoint 2010 eine einfachere Alternative für die Entwicklung von Web Parts eingeführt. Im Gegensatz zu den herkömmlichen “Code only”-Web-Parts, bei dem sich der Entwickler den Code für den Aufbau des Objektbaums (Control Tree) und den HTML-Output selber kümmern muss, lässt sich das User Interface von Visual Web Parts ganz bequem durch platzieren von ASP.NET- und SharePoint-Controls auf einem Visual Designer umsetzen. Die benötigte Logik kann anschliessend mit C# oder Visual Basic über eine Code-Behind-Datei angefügt werden.
Das neue Verfahren ist nicht nur deutlich bequemer, sondern auch zeitsparend. Visual Web Parts bringen aber auch einige Nachteile mit, so dass deren Einsatz wohl überlegt sein will. Mehr dazu in unserem Visual-Web-Part-Artikel auf Computerworld Online.
Erst vor kurzem haben wir hier und hier über das Tool CKSDev (Community Kit for SharePoint: Development Tools Edition) berichtet, das die SharePoint Tools for Visual Studio 2010 um eine Reihe an nützlichen Projektvorlagen und Werkzeuge ergänzt. Ende Januar ist nun die Version 1.2 erschienen, welche noch einmal einige interessante Erweiterungen bringt. Die wichtigsten Neuerungen:
- Branding SPI: Neue SPI (SharePoint Project Item) für Branding-Aufgaben. Erzeugt eine einfache Projetstruktur mit einer MasterPage, einem Cascading Style Sheet und einem Feature Receiver für das Deployment.
- Basic Service Application SPI: Neue SPI für die Erstellung von eigenen Service Applications.
- WCF Service SPI: Neue SPI für die Entwicklung von in SharePoint 2010 gehosteten WCF Services (Windows Communication Framework).
- PowerShell SPIs: Zwei neue SPIs für die Umsetzung von eigenen SharePoint-PowerShell-Erweiterungen (cmdlets, pipe bindings).
- WSPBuilder Conversion Tool: Ermöglicht den Import von mit WSPBuilder erstellten Projekten. Dabei werden eingelesenen Artefakte auf die SPI-basierten Projektstruktur der SharePoint Tools übertragen. Das WSPBuilder Conversion Tool befindet allerdings noch im Betastadium.
- Tastatur-Shortcuts: Die Menü-Items der CKSDev-Erweiterungen wurden mit Keyboard-Shortcuts ausgerüstet und erlauben dadurch flüssigeres Arbeiten.
- Restart- und Attach-Funktionen: Der Timer Service sowie der User-Code- und der VS-Host-Process lassen sich direkt aus den Visual-Studio-Menüs neu starten. Ausserdem gibt es für diese drei Prozesse jetzt entsprechende Attach-to-Prozess-Kommandos.
- Content Type Import: Content Types lassen sich neu auch aus Sub-Sites importieren.
CKSDev 1.2 ist weiterhin über die Visual Studio Gallery erhältlich und kann bequem über den Extension Manager von Visual Studio 2010 installiert resp. aktualisiert werden. Einen Überblick über alle Neuerungen der Version 1.2 ist hier zu finden.
Während die Integration von Silverlight bei SharePoint 2007 noch recht umständlich war, kommt SharePoint 2010 nun von Haus aus mit Microsofts RIA-Technologie (Rich Internet Application) klar.
Dem Entwickler eröffnen sich damit viele spannende Optionen um SharePoint, mit eigene UI-Komponenten oder gar ganzen Anwendungen zu erweitern. Den Möglichkeiten sind dabei kaum Grenzen gesetzt und reichen von einfachen Benutzerhilfen über die visuelle Aufbereitung von Daten bis hin zu interaktiven Anwendungen für E-Learning, Business Intelligence oder Videostreaming.
Für die Computerworld haben wir einen Artikel verfasst, der zeigt, wie Entwickler SharePoint mit eigenen Silverlight-Komponenten ausbauen können. Zum Artikel.
Mit dem neu in SharePoint 2010 eingeführten Client Object Model (Client OM) können SharePoint-Funktionen und -Daten direkt aus .NET-Managed-Code, Silverlight oder JavaScript genutzt werden. Das eröffnet nicht nur bessere Integrationsmöglichkeiten mit Client-Anwendungen, sondern mündet auch in eine flüssiger bedienbare Web-UI.
Für die Computerworld haben wir einen Überblick über die neue Technologie verfasst. Zum Artikel.
Teil 2 unserer Miniserie zu den Business Connectivity Services (BCS), über die sich Daten eines externen Systems in eine SharePoint-Umgebung integrieren lassen, ist nun erschienen. Während wir in Teil 1 die Grundlagen und Möglichkeiten des BCS aufgezeigt haben, widmen wir uns in Teil 2 den zur Verfügung stehenden Entwicklungswerkzeugen und Extensibility-Points. Zum Artikel
Im Rahmen des Community Kit for SharePoint Development Tools Edition (CKSDEV) sind vor kurzem eine ganze Reihe von kleinen, aber feinen Tools und Templates erschienen, die den Alltag eines SharePoint-2010-Entwicklers erleichtern. Das Paket wurde auf Basis des Managed Extensibility Frameworks (MEF) konzipiert und lässt sich ganz einfach über die Online-Gallery des Extension Managers (einfach den Suchbegriff “CKSDEV” verwenden) von Visual Studio 2010 installieren. Nachfolgend eine kleine Übersicht einige Highlights des CKSDEV-Pakets:
- Deployment-Tools: Erweitert das Projekt-Kontextmenu um weitere Hilfen für das schnelle Deployment innerhalb einer Entwicklungsumgebung. Assemblies lassen sich beispielsweise direkt in das entsprechende BIN-Folder oder den Global Assembly Cache kopieren. Ausserdem gibt es zusätzliche Steps für Deployment-Konfigurationen. Dazu gehören etwa Aktionen wie das Durchführen von Site Warm-Ups, Neustarten von Timer Services oder das Ausführen von PowerShell Scripts.
Zusätzliche Steps ermöglichen das bessere Feintuning von Deployment-Jobs.
- Sandboxed Visual Web Part: Eine Vorlage für Visual Web Parts, die dann im Rahmen einer Sandboxed Solution eingesetzt werden können. Mit der Standardvorlage der Visual Studio SharePoint Tools ist dies nicht möglich.
- Sandbox Compile: Spezielle Kompilierfunktion die das reduzierte Objektmodell, das innerhalb einer SharePoint Sandbox zur Verfügung steht, berücksichtigt. Damit lässt sich sicherstellen, dass nur Sandbox-konformer Code verwendet wird.
- SharePoint Project Items (SPI): Enthalten sind auch diverse Item-Vorlagen etwa für Custom Actions, Delegate Controls, Blank Site Definition oder Basic Site Pages.
- Server Explorer Extensions: Erweitert den SharePoint Server Explorer um zusätzliche Äste und Funktionen. So kann etwa direkt auf die Web Part Gallery zugegriffen werden, um etwa Web Part Properties zu inspizieren oder .webpart-Definitionen auszulesen. Weitere neue Äste gibt es für die Style Library, Web Templates sowie die Theme-, Solution- und Master-Page-Galleries. Zudem erhält man einen besseren Überblick über Features und ihre Abhängigkeiten.
Sinnvolle Erweiterungen im SharePoint Explorer erlauben etwa das Generieren von Entity-Klassen aus Sites oder Listen.
- Developer Dashboard: Die Developer-Dashboard-Einstellungen einer Site lassen sich direkt über den Server Explorer festlegen.
- SPMetal Definitionen: Von Sites und Listen lassen sich auf Knopfdruck Entity-Klassen generieren. Diese werden unter anderem für die Verwendung LINQ to SharePoint benötigt.
- SharePoint References: Fügt dem “Add Reference”-Dialog eine eigene SharePoint-Registerlasche hinzu und bietet dadurch schnellen Zugang zu den verschiedenen SharePoint Assemblies.
Was ist SharePoint? Das in möglichst wenigen Sätzen zu erklären, ist nicht ganz einfach. Das vor etwa einem Jahr publizierte Video “SharePoint in plain english” ist nun in deutsch erschienen und liefert einen möglichen Ansatz:
Leider liefert das Video keinen Hinweis auf die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten von SharePoint, sondern beschreibt hier nur eine der Kernideen. Denn SharePoint kann sehr viel mehr. Neben vielen anderen Dingen werden beispielsweise die folgende Einsatzszenarios abgedeckt:
- Workflow Management
- Enterprise Search
- Document und Records Management
- Web Content Management
- Business Intelligence
- Social Computing
In SharePoint 2007 gehörte der Business Data Catalog (BDC) mit zu den interessantesten Funktionen [1]. Diese Technologie machte es möglich, Daten aus externen Systemen wie Datenbanken oder Line-of-Business-Anwendungen (CRM, ERP etc.) innerhalb einer SharePoint-Umgebung verfügbar zu machen. Allerdings litt der BDC unter einigen entscheidenden Nachteilen. So wurde lediglich der lesende Zugriff auf die externen Daten unterstützt, und die Umsetzung von BDC-Lösungen war mangels geeigneter Entwicklungswerkzeuge eine umständliche und zeitraubende Angelegenheit. Ausserdem stand die Technologie nur in der teuersten SharePoint-Variante (MOSS 2007 Enterprise Edition) zur Verfügung.
In SharePoint 2010 wird nun einiges anders. Mit der Bezeichnung Business Connectivity Services (BCS) kriegt der BDC nicht nur einen neuen Namen, sondern wird auch über eine überarbeitete Architektur verfügen, die neue Möglichkeiten wie das Zurückschreiben von mutierten Informationen ins Quellsystem, Offline-Nutzung oder Datenintegration in Office-2010-Clients wie Word oder Outlook zulassen wird. Und mit Visual Studio 2010 und SharePoint Designer 2010 gibt es nun gleich zwei Werkzeuge, welche die Umsetzung von BCS-Lösungen erheblich vereinfachen. Last but not least steht der BDC-Nachfolger bereits in der “kleinsten” SharePoint-Variante, der SharePoint Foundation 2010 (SPF 2010)zur Verfügung und kann nun deshalb bereits in einfacheren Szenarien zum Einsatz kommen.
In SharePoint 2007 gehörte der Business Data Catalog (BDC) mit zu den interessantesten Funktionen. Diese Technologie machte es möglich, Daten aus externen Systemen wie Datenbanken oder Line-of-Business-Anwendungen (CRM, ERP etc.) innerhalb einer SharePoint-Umgebung verfügbar zu machen. Allerdings litt der BDC unter einigen entscheidenden Nachteilen. So wurde lediglich der lesende Zugriff auf die externen Daten unterstützt, und die Umsetzung von BDC-Lösungen war mangels geeigneter Entwicklungswerkzeuge eine umständliche und zeitraubende Angelegenheit. Ausserdem stand die Technologie nur in der teuersten SharePoint-Variante (MOSS 2007 Enterprise Edition) zur Verfügung.
Via BCS lassen sich Daten aus externen Systemen praktisch nahtlos in SharePoint integrieren.
In SharePoint 2010 wird nun einiges anders. Mit der Bezeichnung Business Connectivity Services (BCS) kriegt der BDC nicht nur einen neuen Namen, sondern wird auch über eine überarbeitete Architektur verfügen, die neue Möglichkeiten wie das Zurückschreiben von mutierten Informationen ins Quellsystem, Offline-Nutzung oder Datenintegration in Office-2010-Clients wie Word oder Outlook zulassen wird. Und mit Visual Studio 2010 und SharePoint Designer 2010 gibt es nun gleich zwei Werkzeuge, welche die Umsetzung von BCS-Lösungen erheblich vereinfachen. Last but not least steht der BDC-Nachfolger bereits in der “kleinsten” SharePoint-Variante, der SharePoint Foundation 2010 (SPF 2010) zur Verfügung (allerdings mit Einschränkungen) und kann nun deshalb bereits in einfacheren Szenarien zum Einsatz kommen.
Wir haben für die ComputerWorld eine zweiteilige Miniserie verfasst, welche die Möglichkeiten rund um BCS zeigt:
Microsoft hat am vergangenen Wochenende die Fertigstellung von SharePoint 2010 und Office 2010 (inklusive Visio und Project 2010) bekanntgegeben. Offiziell werden die Produkte am 12. Mai im Rahmen eines weltweiten Events gelauncht. Volumenlizenzkunden sowie Abonnenten der MSDN- und TechNet-Netzwerke können bereits vor dem Launch in den Genuss der RTM-Versionen (Release to Manufacturing) kommen. Die vorgesehenen Releasedaten:
- 22. April: MSDN- und TechNet-Abonnenten
- 27. April: Volumenlizenzkunden mit Software Assurance (SA) via Volume Licensing Service Center
- 1. Mai: Volumenlizenzkunden ohne Software Assurance (SA) via Microsoft Partner
- 12. Mai: Offizieller Launch
- Juni: Verfügbarkeit via Fachhandel
Trotz fehlender Unterstützung der neuen Workflow Foundation 4.0 des soeben lancierten .NET Framework 4.0 bringt SharePoint 2010 punkto Workflow wichtige Neuerungen, mit denen einige Schwachstellen der Vorversion ausgeräumt werden. Workflows lassen sich nun wesentlich flexibler einsetzen und können dank den überarbeiteten Werkzeugen in SharePoint Designer 2010 ohne besondere Programmierkenntnisse entwickelt werden. Die vielleicht interessanteste Neuerung ist das Zusammenspiel von Visio 2010, SharePoint Designer 2010 und Visual Studio 2010. So können Workflows künftig in Visio 2010 von technisch weniger versierten Nutzern wie etwa Business Analysten oder Prozessdesignern entworfen werden.
Workflows lassen sich neu in Visio 2010 designen und anschliessend an SharePoint Designer 2010 für die Parametrisierung übergeben.
Einen Überblick über die wichtigsten Neuerungen im Bereich Workflow finden Sie in unserem bei Computerworld Online publizierten Artikel. Zum Artikel
In wenigen Tagen (am 12. April) lanciert Microsoft Visual Studio 2010. Die neue Entwicklungsumgebung bringt längst überfällige Neuerungen wie Multimonitor-Support oder UML-Diagramme. Darüber hinaus gibt es zahlreiche wertvolle Hilfen, welche den Entwicklungsprozess beschleunigen und die Software-Qualität markant verbessern können. Wir haben die neue Programmierumgebung für das Swiss IT Magazine unter die Lupe genommen.
Den Artikel finden Sie hier.
SharePoint Designer 2007 war unter SharePoint-Entwicklern und -Administratoren bislang ein wenig beliebtes Werkzeug. Das aus ursprünglich aus Microsoft Frontpage 2003 hervorgegangene Tool litt unter einer Vielzahl von Kinderkrankheiten und konzeptionellen Mängeln (siehe auch “SharePoint Designer: Cleveres Tool mit Gefahrenpotential”). Bei Microsoft hat man dies erkannt und die 2010er Ausgabe des Designers von Grund auf überarbeitet. Ob und wie weit die bisherigen Schwächen ausgemerzt wurden, lesen Sie in unserem aktuellen Artikel zu SharePoint Designer 2010, den wir für die Computerworld Online verfasst haben. Zum Artikel